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Schwere Nachteile für Heidelberger Handwerker befürchtet
 
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Bei einem Nein im Bürgerentscheid droht eine Invasion der "Billigheimer"

Heidelbergs erster Bürgerentscheid am kommenden Sonntag betrifft nicht nur den Stadtteil Emmertsgrund. Er kann Auswirkungen auf so gut wie jeden Bürger in Heidelberg haben. Bei einem Nein im Bürgerentscheid - was einen Verkauf der Emmertsgrund-Wohnungen bedeuten würde - hätten zum Beispiel die Heidelberger Handwerker deutliche Umsatzeinbußen und Nachteile zu befürchten.

Denn Erfahrungen mit vergleichbaren Wohnungsprivatisierungen in anderen Städten zeigen: In der jeweiligen Region überhaupt nicht verankerte Privatinvestoren neigen dazu, überregionale Billigfirmen zu beauftragen, wenn es um Reparatur- und Sanierungsarbeiten geht. Das lokale Handwerk hat das Nachsehen.

Der Berliner Dreges-Konzern, an den die 610 Wohnungen im Emmertsgrund verkauft werden sollen, ist in gar keiner Weise in der Rhein-Neckar-Region verankert. Bereits im Dezember 2007 kündigte er an, seinen Profit u.a. durch "Rabatte" bei Aufträgen an Handwerker machen zu wollen. Entweder sollen also den Heidelberger Handwerkern zusätzliche Preisnachlässe in erheblichem Umfang abgepresst werden, oder es werden "Billigheimer", vermutlich aus Ostdeutschland oder Osteuropa, beauftragt.

Der Ausfall fast eines gesamten Stadtteils als Auftrags- und Einnahmequelle für die Heidelberger Handwerker und die weitere Ausbreitung von zweifelhaften Billiganbietern in der Stadt, wäre für ganz Heidelberg von Nachteil. Die Qualität der angebotenen Dienstleistungen würde sinken, und die Einnahmeausfälle des Heidelberger Handwerks könnten sich letztlich - durch verminderte Steuereinnahmen - auch in der Heidelberger Stadtkasse unangenehm bemerkbar machen. Ein Verkauf der städtischen Wohnungen würde somit auch zu einer unnötigen Belastung des öffentlichen Haushalts führen. Dies kann nur durch ein JA beim Bürgerentscheid für den Erhalt der Wohnungen im städtischen Besitz verhindert werden.

Dazu erklärte der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft "Die Heidelberger", Wolfgang Lachenauer: "Die Nachteile eines Verkaufs dieser Wohnungen treffen also nicht nur die Mieter im Emmertsgrund, sondern die Heidelberger Bürger in allen Stadtteilen - und wer hat den Vorteil? Überlegen Sie selbst! Behalten wir doch einfach unsere Wohnungen!".

Auch Oberbürgermeister Eckart Würzner bittet die Heidelberger Bürger eindringlich, beim Bürgerentscheid am Sonntag mit JA für den Erhalt der Wohnungen im städtischen Besitz zu stimmen. Am 8.7.2008 erklärte der Oberbürgermeister im Rhein-Neckar-Fernsehen: "Wenn wir jetzt auch noch unseren kompletten Bestand im Bereich des Emmertsgrundes verkaufen würden, würden wir uns komplett aus diesem Stadtteil zurückziehen. Da sage ich nein, das ist mir zu viel. Ich möchte auch eine Verantwortung der Stadt gerade in diesem sozialpolitisch so wichtigen Stadtteil für Heidelberg."

 

 
   
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